Die Amendolara et al. Die 2024 in Frontiers in Medicine veröffentlichte Metaanalyse ist die bislang größte gebündelte Analyse der Craniosacral-Therapieforschung. Mit 24 randomisierten kontrollierten Studien und 1.613 Teilnehmern liefert es mehr Daten zur Frage der Wirksamkeit von CST als jede frühere Überprüfung. Allein die Skala ist erwähnenswert: ein ernsthafter Versuch, zusammenzufassen, was die klinische Literatur tatsächlich zeigt.
Das Hauptergebnis der primären Ergebnisanalyse war, dass CST bei keiner der untersuchten Erkrankungen signifikante Auswirkungen zeigte. Dies war das vorher festgelegte Hauptergebnis und kein Nebenbefund einer explorativen Analyse.
Um diesen Befund zu verstehen – und was er nicht aussagt –, muss man sich sowohl mit den Methoden als auch mit den Einschränkungen befassen, die die Autoren selbst diskutiert haben.
Umfang und Umfang der Überprüfung
Vierundzwanzig RCTs sind eine aussagekräftige Zahl für eine Forschungsbasis zur Komplementärtherapie. Die behandelten Erkrankungen waren breit gefächert: Schmerzen des Bewegungsapparates, Kopfschmerzen, neurologische Erkrankungen, Geburten eines Säuglings und verschiedene andere Zustände. Die 1.613 Teilnehmer erstrecken sich über diese Präsentationen, daher stellt die Rezension eher eine allgemeine als eine eng gefasste Frage.
Eine Metaanalyse kombiniert Ergebnisse einzelner Studien, um eine gepoolte Schätzung zu erhalten. Wenn einzelne Studien zu klein sind, um einen echten Effekt mit Sicherheit zu erkennen, kann durch die Kombination dieser Studien eine Stichprobe entstehen, die groß genug ist, um herauszufinden, was einzelne Studien übersehen. Dies gelang der Amendolara-Analyse in ihren 24 Studien.
Der primäre Endpunkt – der vorab registrierte, geplante Vergleich, für den die Studie konzipiert war – zeigte keine statistisch signifikanten Auswirkungen. Dies ist der strengste Teil der Überprüfung und die Feststellung, die am stärksten gewichtet wird. Als die Daten durch das Protokoll kombiniert und analysiert wurden, unterschied sich der CST nicht von den Kontrollbedingungen.
Primäre versus sekundäre Befunde
Sekundäre und explorative Analysen – der Vergleich von Untergruppen, die isolierte Betrachtung bestimmter Erkrankungen und die Untersuchung von Ergebnissen, die nicht im Mittelpunkt standen – führten zu einigen grenzwertigen Ergebnissen. Dies ist nicht ungewöhnlich und es ist wichtig zu verstehen, was es bedeutet.
Explorative Analysen sind weniger zuverlässig als primäre Analysen, da sie nach Sichtung der Daten erfolgen. Führen Sie genügend Vergleiche durch und einige werden zufällig aussagekräftig aussehen. Dies ist das Problem der Mehrfachvergleiche und deshalb haben vorab registrierte primäre Ergebnisse mehr Gewicht als Post-hoc-Erkundungen. Die grenzwertigen Ergebnisse in den Sekundäranalysen des Amendolara-Reviews sind erwähnenswert, sollten aber nicht als starker Beweis für einen Nutzen gewertet werden.
Die Autoren waren hinsichtlich der explorativen Ergebnisse angemessen vorsichtig. Eine gut durchgeführte Metaanalyse unterscheidet zwischen dem, was sie finden sollte, und dem, worauf sie gestoßen ist, und Amendolara hat diese Unterscheidung klar getroffen.
Die anerkannten Einschränkungen der Rezension
Eines der ehrlicheren Merkmale dieser Metaanalyse ist der Umgang mit ihren eigenen Grenzen. Die Autoren stellten eine erhebliche Heterogenität zwischen den eingeschlossenen Studien fest. In den Studien wurden verschiedene Populationen mit unterschiedlichen CST-Protokollen untersucht und die Ergebnisse auf unterschiedliche Weise gemessen. Das Zusammenfassen heterogener Studien kann zu einer irreführend präzisen Schätzung führen, und die Autoren äußerten sich diesbezüglich offen.
Auch die Studien selbst sind klein. Kleine RCTs sind anfällig für zufällige Variationen. Eine einzelne Studie könnte ein positives oder negatives Ergebnis zeigen, das eine größere Studie ausgleichen würde. Trotz des Umfangs von 24 Studien war Amendolara immer noch durch die bescheidene Größe der ursprünglichen Studien eingeschränkt.
Die Autoren schrieben auch, dass bestehende theoretische Modelle zur Funktionsweise von CST „im Widerspruch zu unserem modernen Verständnis von Gesundheit und Krankheit stehen“. Dies spiegelt Bedenken hinsichtlich der biologischen Plausibilität wider, die an anderer Stelle geäußert wurden. Es ist eine bemerkenswerte Aussage von Forschern, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Beweise fair zu prüfen, statt sie zu vertreten.
Für Menschen, die in CST-Sitzungen echte Vorteile finden, wird diese Erfahrung durch diese Rezension nicht zunichte gemacht. Damit werden ehrliche Erwartungen geweckt: Auf Bevölkerungsebene und in den besten verfügbaren Designs zeigen die Beweise keine zuverlässigen, signifikanten Auswirkungen. Einzelne Sitzungen können immer noch sinnvoll sein, und viele Menschen finden sie auch sinnvoll.
Die Amendolara-Metaanalyse ist eine so ehrliche Momentaufnahme der aktuellen Forschung, wie es eine einzelne Studie nur sein kann. Seine Ergebnisse verdienen ernsthafte Aufmerksamkeit, ohne dabei das Geschehen zwischen einem erfahrenen Praktiker und einem Klienten außer Acht zu lassen, der die Arbeit wirklich hilfreich findet.